AulettaTour 2010 Special Guest: Lotus Theorie Mainz bleibt Mainz, aber die Welt gehört uns! Schwer zu sagen, ob die Jugend von Mainz ohne Auletta das Wort „Feier“ überhaupt buchstabieren könnte. Wahrscheinlich nicht. Wahrscheinlich wäre die Stadt ohne die regelmäßigen Spontan-Partys der Auletta-Fraktion in genau jener trostlosen Lethargie und Antriebslosigkeit versunken, die Sänger Alex, Gitarrist Martin, Bassist Daniel und Schlagzeuger Jusch nun auf ihrem Debütalbum „Pöbelei & Poesie“ lautstark und wortreich bekämpfen. Frei nach dem Motto: Wir sind jung, das Leben ist kurz und unser Weg ist steinig. Wir gehen trotzdem schon mal vor… Lange, bevor Bands wie Enter Shikari oder die Arctic Monkeys via MySpace zu Königen der YouTube-Generation wurden, tobte in Mainz bereits der Mob. Damals, Anfang der Nullerjahre, verlegten die Neu-Twens von Auletta ihre meist am Rheinufer anberaumten und von Akustikgitarren sowie dem ein oder anderen Äppler begleiteten Sit-ins in den bandeigenen, locker 50 Leute fassenden Proberaum, in dem der Abend in die Nacht und den nächsten Morgen überging – begleitet vom Soundtrack aus Live-Musik und Indie-Disko. Das hier ist besser als jeder Abend im Club oder in der Kneipe, denn hier feiert eine Szene, ohne szenig zu sein: Mit ihrem Talent, sich und anderen die beste Zeit der Welt zu verschaffen, gewinnen Auletta Fans und neue Freunde und schaffen so die ideale Voraussetzung für einen breit angelegten Blitzstart in die Bandkarriere, aber: Auletta halten lieber die Bälle flach und verabschieden sich nach dem Zivildienst erst mal ein paar Monate ins Ausland. Leben atmen. Mit bis zum Anschlag gefüllten Akkus und frisch inhalierter Inspiration kehren Auletta nach sechs Monaten Abstinenz in den heimischen Probepartyraum zurück. Danach dauerte es kaum ein Jahr, bis die einstigen Proberaum-Partys in größere Clubs verlegt werden müssen. Auletta fühlen sich wohl mit ihren neuen Songs, mit dem Titeltrack „Pöbelei & Poesie“, einem Pamphlet gegen Gleichgültigkeit, Konformismus und Trägheit. Sie beweisen Humor, wenn sie in Stücken wie „Roboter“ Bands wie den Pixies huldigen und ihrer eigenen, unsicheren Zukunft selbstbewusst ins Gesicht lachen. |